Ankunft in Bangkok, Thailand

Einreise Bangkok

Montag, 13.01.2020, 10:00 Uhr. Es geht los – endlich. Wir machen und auf den Weg zum Flughafen Frankfurt. Ein 10 Stunden Flug nach Bangkok erwartet uns. Noch nie in meinem Leben bin ich so lange geflogen. Zig Flüge nach Mallorca habe ich schon hinter mir – aber was sind schon knapp zwei Stunden im Vergleich zu zehn? Gott sei Dank habe ich nicht wirklich mit Flugangst zu kämpfen und so bin ich einfach nur positiv aufgeregt und voller Vorfreude. Die erste große Reise meines Lebens beginnt – 2,5 Monate Südostasien. Drei Stunden vor Abflug kommen wir am Flughafen an. Schnell das Gepäck aufgeben und dann direkt noch ein letztes Mal ins Gasthaus „zum goldenen M“. 😀  

Einreise nach Thailand und Ankunft in Chinatown

So war zumindest der Plan. Beim Aufgeben des Gepäcks fragt uns die eine (wirklich) sehr nette Dame am Schalter, wie lange unser Aufenthalt in Thailand denn wäre – wir wussten, dass man in Thailand bei Einreise ein Visum (Visa on Arrival) für 30 Tage erhält. Das Visum muss vorab nicht beantragt werden. Man bekommt während des Flugs die „Arrival and Departure Card“ ausgehändigt, welche man ausfüllen und nach der Landung am Immigration Office am Flughafen Bangkok wieder abgeben muss. Im Vorfeld hatten wir uns nur grob überlegt, dass es nach Bangkok zunächst in den Norden Thailands gehen soll und von dort aus weiter nach Laos. Wir wollten ca. zwei bis drei Wochen in Thailand bleiben und dann wieder ausreisen. Gebucht hatten wir jedoch nichts, was unsere Ausreise aus Thailand bestätigt. Laut der Dame könnten daraus Probleme bei der Einreise entstehen…

Lange Rede kurzer Sinn: Also haben wir auf die Schnelle direkt am Check In Schalter noch „irgendein“ Hostel in Laos gebucht, um den Behörden etwas vorlegen zu können, was – zumindest mehr oder weniger – unsere Ausreise bestätigt. Überprüfen kann es am Ende sowieso keiner und wenn man das Visum überzieht, zahlt man eine Strafe bzw. wird u. U. sogar des Landes verwiesen. Also an dieser Stelle Vorsicht: Besser gleich das Visum nicht überziehen 😉 

Nach der Gepäckaufgabe folgte natürlich der wahnsinnig penible Sicherheitscheck. IRONIE AUS! Aber hierzu möchte ich mich nicht weiter äußern außer: Ich hätte wahrscheinlich alles durch bekommen. Grüße gehen raus an das Sicherheitspersonal FRA 

Funfact am Rande: Der Plan mit dem McDonalds hatte sich dann auch erübrigt… Wir waren schon zu weit und es kam einfach keiner mehr.  

Also noch schnell eine sehr günstige Bratwurst am Gate gegönnt und nach kurzer Wartezeit ging es in den Flieger – den Airbus A380 der Thai Airways. Mein absoluter Traum in diesem Flugzeug zu fliegen. Keine andere Maschine war für mich eine Option. Zugegeben: Mit knapp 2m Körpergröße habe ich es echt gewagt mir so etwas wie Beinfreiheit zu erhoffen. Naja was soll ich sagen… Es war okay und meine Knie leben noch 😀 Die 10 Stunden Flug gingen auch echt schnell rum. Die meiste Zeit habe ich im Heck verbracht, da ich dort gemütlich herumlaufen konnte. Zur Abwechslung immer mal wieder eine Stunde daddeln… läuft! 

Unsere Erfahrung mit Thai Airways

  • Ich hatte trotz knapp 2m Körpergröße einigermaßen Beinfreiheit bzw. konnte mich im Heck der A380 gut bewegen
  • Es gab leckeres Frühstück sowie Mittagessen 
  • Der Service war rundum freundlich und aufmerksam 
  • Über die komplette Flugdauer gab es kostenfreie Getränke
  • Es gab mehr als ausreichend geräumige Toiletten an Board 
  • Es gab eine große Auswahl an Filmen, Serien und Spielen 
  • Thai Airways war eine der günstigsten Alternativen für einen Direktflug vom Flughafen Frankfurt nach Bangkok

Um ca. 07:00 Uhr Ortszeit war es dann soweit und es hieß: Touchdown Bangkok – Bääm! Here I am! Ich war euphorisiert. Merk man?  

Raus aus dem Flieger, rein in die Halle und… Immigration… Hach, ich liebe Europa! Naja egal, es hilft ja alles nichts. Also fein an der Schlange angestellt durch die Einreisekontrolle… Natürlich mit Bild und sämtlichen Fingerabdrücken, versteht sich. Nachdem der dürftig kommunizierende Herr am Schalter den Stempel in den Reisepass gedonnert hatte, konnten wir direkt weiter zur Gepäckausgabe und von dort in Richtung Ausgang zum Taxi. 

Haaaaaaaalt Stopp! Was ist natürlich wichtiger als alles andere in diesem Moment? Richtig! Eine Sim Karte für Thailand. Obwohl es direkt im Flughafen war, konnten wir echt nicht meckern. 600 Baht für 8 Gig und 15 Tage – passt. Sogar das gesamte Einrichten der Sim Karte wurde von einem Shopangestellten übernommen. Rundum sorglos Paket also. Und eines vorweg genommen: Wir sollten in den kommen Tagen feststellen, dass wir mit dieser Sim Karte bis ins letzte Dschungel Eck LTE Verbindungen hatten – Hello Germany, verdammt!

So. Jetzt aber raus aus´m Flughafen und ab ins Taxi… Ich muss sagen, nach Verlassen des Flughafens hatte ich die erste kurze Atemnot. Aus dem (mehr oder weniger) kalten Deutschland in 30 Grad mit Luft zum schneiden. Da hab´ ich erstmal kurz gebraucht…

Nachdem wir dann brav unsere Nummer für ein Taxi gezogen hatten (kein Scherz, man zieht dort wirklich in Nummern für´n Taxi; kennt man ja als Deutscher) wollte uns der Fahrer pauschal 600 Baht abknöpfen. Das war uns allerdings bewusst und wir bestanden auf den Taxameter. Spoiler: Am Ende waren es 380 Baht. 

Also. Los geht (die eher weniger wilde) Fahrt. Denn in Bangkok ist fahren zu viel gesagt. 10 Meter fahren, 20 Minuten stehen. So ungefähr lief das ab. Trotzdem mich hat es nicht gestört, so konnte ich wunderbar die Stadt, die man nicht sieht, betrachten. Im Ernst jetzt: Des Smog ist schon übel! Aber gut, theoretisch wusste ich das ja schon. 

Nach zwei (!) Stunden mussten wir dann in der Nähe unsere Hostels aussteigen. Erst wusste ich nicht so recht warum. Dann wurde mir beim Aussteigen aber klar. Wir waren IN MITTEN VON CHINATOWN

Noch eine kleiner Funfact: Obwohl zu diesem Zeitpunkt schon lange (unentdeckt) als Virus unterwegs, kannte ich Corona nur als Bier: Nomnomnom!

Aber zurück zum Thema. Wir hatten also ein Hostel in Chinatown gebucht… Warum? Keine Ahnung um ehrlich zu sein… Kam halt so. 

Chinatown. Wie soll ich den ersten Moment beschreiben…? Mehr dazu später.

So viel sei aber verraten: Das LUK Hostel Chinatown – schwerstens zu empfehlen! (echt jetzt!). Gott sei Dank war dieses auch nur drei Minuten entfernt. Aber eben in mitten der engen Gässchen von China Town. Das hieß für uns also keine Eingewöhnungsphase, sondern direkt voll rein ins Getümmel.

Am restlichen ersten Tag passierte bei uns nichtmehr viel. Einchecken und ankommen war angesagt. Da wir zu früh angekommen waren, mussten wir 2 Stunden warten, bis wir im Hostel einchecken konnten. Zu diesem Zeitpunkt waren wir ca. 22 Stunden unterwegs, da sehnt mich schon mal nach einer Dusche. Um die zwei Stunden schnellstmöglich herum zu kriegen, sind wir nochmal raus und haben uns etwas zu essen organisiert – erstmal noch keine Garküche am Straßenrand, sondern ein

(zumindest augenscheinlich) sauberes Restaurant. Die letzte Stunde haben wir uns dann in der Rooftop Bar um die Ohren geschlagen. So langsam wurde es zäh. 

Naja, irgendwann war es dann soweit: Check In. Dusche. Bett.

Um den Jetlag so kurz wie möglich zu halten haben wir uns den restlichen Tag jedoch am Laptop wachgehalten und sind um 23 Ortszeit schlafen gegangen. Mehr oder weniger konnten wir auch durchschlafen und sind um 8 Uhr aufgewacht. Das haben wir auch die nächsten Tage konsequent so durchgezogen. Aus diesem Grund hatten wir dahingehend so gut wie keine nennenswerten Probleme.  

Deshalb auch unser Tipp „gegen“ Jetlag: Die ersten Tage diszipliniert bleiben, auch wenn es schwerfällt und man die Augen kaum offenhalten kann. Je schneller man in den neuen Rhythmus kommt, desto schneller ist auch der Jetlag überstanden. Wie gesagt, wir haben uns ganz konsequent an die neuen Zeiten gehalten und waren binnen drei oder vier Tagen voll drin. 

Fakten zur Einreise nach Thailand

  • Der Flug vom Flughafen Frankfurt nach Bangkok dauerte knapp 10 Stunden
  • Wir sind mit Thai Airways geflogen und waren rundum zufrieden
  • Ein Visum für Thailand muss vor der Reise nicht beantragt werden 
  • Alle Formulare, die für die Einreise notwendig sind, werden während des Flugs vom Bordpersonal verteilt
  • Am Immigration Schalter werden Fotos von euch gemacht und ihr müsst Fingerabdrücke abgeben (Scanner)
  • Für die Einreise sind in Thailand keine bestimmten Impfungen Pflicht
  • Wenn ihr euch vom Flughafen zum Hostel ein Taxi nehmt, niemals dem Festpreis zustimmten

Okay, ich weiß, wahrscheinlich vermisst du nun auch ein paar Fakten zu Chinatown. Ich werde diesem Stadtteil einen eigenen Post widmen, den du in der Rubrik „Travel“ findest.

Bis dahin

Dome 

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