Angeln in Thailand – Ein Vormittag am Paylake

Angeln in Thailand

Angeln in Thailand

Bevor es im Januar´20 los ging in Richtung Thailand, habe ich mir noch schnell das entsprechende Equipment für das Angeln in Thailand zugelegt: Eine fünfteilige Reiserute (Spinnrute) mit einer länge von 2,10m und einem Wurfgewicht von 8-28 Gramm. Eine 3000er Rolle, bespult mit einer 0,14er geflochtenen Hauptschnur, eine kleine Zange zum lösen der Haken sowie einem Gripper. Dazu ein paar Gummifische, Wobbler und Popper in verschiedenen Größen und Farben. Fertig. Ich war perfekt vorbereitet. Die Fische in Asien warten nur auf mich.

Dachte ich…

Doch dazu mehr im zweiten Teil der „Angeln in…„-Reihe.

Das erste mal am Paylake in Thailand

Worauf ich hinaus will, kann sich jetzt wahrscheinlich jeder denken. Aus diesem Grund war es dann in Phuket letztlich soweit. Fast schon aus Verzweiflung gab es für mich keine andere Möglichkeit, als mir ein paar Stunden am Paylake zu buchen.

Unser zweiter Stopp in Phuket war der Rawai Beach im Süden. Wie der Zufall es so will, bin ich online auf den Monster Fishing Park Phuket gestoßen.

Der Monster Fishing Park Phuket befindet sich ebenfalls in Rawai und ist – am besten per Grab – binnen weniger Minuten zu erreichen. Aus diesem Grund wurde nicht weiter gezögert und glücklicherweise war zwei Tage später noch ein 4,5h Slot am Vormittag frei – Gebucht.

Was gibt´s im Monster Fishing Park Phuket zu fangen?

Der Paylake in Phuket geht mit einem mehr als beachtlichen Fischbesatz an den Start.

  • Arapaima
  • Alligator Hecht
  • Red Tail Catfish
  • Siam Karpfen
  • Mekong Catfish
  • Paku
  • Indischer Karpfen
  • Chinesischer Karpfen
  • Tambaqui
  • Black Sharkminnow

Und das alles auch in stattlicher Größe und Menge. Allein die fünf Arapaimas schwimmen dort mit 2m+ Länge und einem Gewicht von 100kg+ durch die Badewanne. Und das meine ich keinesfalls despektierlich, jedoch ist der Teich so groß wie 1,5 Tennisplätze (Augenmaß) und hat eine Tiefe von fünf Metern.

(Die folgenden Bilder wurden mir vom Monster Fishing Park Phuket zur Verfügung gestellt.
Sämtliche Rechte liegen beim Monster Fishing Park Phuket.)

Wenig Platz + viel Fisch = Fanggarantie?

Denkste. Das Dilemma ging nämlich weiter. Ich hatte von 09:00 – 13:30 gebucht. Da es nur zwei Spots am Teich gibt, wurde an diesem Morgen auch nur von zwei Anglern gefischt. Da wir etwas früher vor Ort waren durfte ich etwas früher starten und flogen meine beiden Ruten um 08:50 in Wasser und das (hoffentlich kurze) Warten begann.

Punkt 09:00 wurden auch die Ruten vom zweiten Spot platziert. 09:10 schrie bei ihm dann auch schon der erste Bissanzeiger. Nach einem relativ kurzen Drill konnte er sein erstes Bild des Tages mit einem geschätzt 20kg Siam Karpfen machen. Rute wieder rein und keine Stunde später war drüben wieder Alarm. Und diesmal wirklich ALARM. Durch das recht straffe Angelgerät war der Drill zwar auch nicht sonderlich lange aber der Fisch umso mehr. Ein Arapaima! Zwei Meter lang und ordentlich Gewicht. Wirklich spektakuläre, aber auch wunderschöne Fische mit super Farben. Die Jungs sprangen ins Wasser und schossen ein paar Bilder mit dem „Monster“. Anschließen wurde der Fisch (wie jeder Fang hier) durch Desinfektion der Hakenstelle versorgt und wieder seinem Element überlassen. Der Angler war überglücklich und zufrieden. Doch das sollte es für ihn nicht gewesen sein. Wieder keine Stunde später: Gleiches Spiel von vorne. Alarm am Pod, Drill, riesen Arapaima

Angeln in Thailand: Auch am Paylake keine Geschenke

So. Genug über den zweiten Spot berichtet, jetzt ist meiner dran. Naja eigentlich. Denn ich kann genau gar nichts berichten. Leider lief bei mir in mehr als 4,5 Stunden nichts. Der Besitzer und mein Guide ließen dabei nichts unversucht. Am Ende hatte ich sogar vier, anstatt der bezahlten zwei Ruten im Wasser und die Jungs warfen quasi den kompletten Teich mit meinen Schnüren zu. Platzwechsel. Köderwechsel…. Nichts. Es hat einfach nicht sollen sein. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle! Es wurde wirklich alles getan, um mir irgendwie einen Fisch an Band zu zaubern, aber es hat halt nicht sollen sein. Sogar die Zeit wurde um 20 Minuten für mich überzogen. Somit packte ich also meine Sachen und mein Angelmorgen am Paylake ging erfolglos zu Ende.

Ich kann dem Monster Fishing Park Phuket auch wirklich einen Vorwurf machen. Erstens hat man non Stopp Fische rollen sehen, zweitens hat der zweite Spot ja auch gefangen. Auch mein Nachfolger an meinem Spot hatte nach wenigen Minuten den ersten Fisch im Drill, wie ich vom Taxi aus noch sehen konnte… That´s life, that´s fishing.

Was kostet der Angeltag im Monster Fishing Park Phuket?

Man kann zwischen einem halben und einem kompletten Angeltag wählen. Dann kostet:

  • Half Day Fishing: 2200 Baht und
  • Full Day Fishing: 3900 Baht pro Angler.

Begleitpersonen sind frei.

Die Angebote beinhalten jeweils zwei Ruten, eine auf Karpfen und eine auf Räuber. Dazu 1kg Boilies, Trockenfutter für den Futterkorb und 500g Fisch. Das ganze hauptsächlich von Nash Tackle und damit kann man definitiv von keinem Qualitätsproblem sprechen!

Das Gute ist, es gibt am ganzen Teich nur zwei Spots mit jeweils zwei Pods für zwei Ruten. Es können also insgesamt maximal 8 Ruten gleichzeitig ins Wasser, wobei man aber jeden Spot für sich (und seine Freunde) mietet. Heißt also, wenn nur einer angelt, sind an diesem Spot auch nur zwei Ruten im Wasser. Man hat den Spot also für sich allein. Ich weiß, die Erklärung hinkt irgendwie ein wenig… Ich hoffe man versteht mich.

Lohnt sich ein Besuch im Monster Fishing Park Phuket?

Hmmm. Ich glaube das muss jeder für sich selbst entscheiden. Das Ambiente ist wirklich super. Man fischt umgeben von Palmen und es herrscht eine Totenstille um einen herum. Die mögliche Ausbeute lässt quasi auch kaum zu wünschen übrig. Wie meine Erfahrung allerdings zeigt, ist das Angeln in Thailand selbst am Paylake kein Selbstläufer und man kann auch hier leer ausgehen. Ist dies der Fall, sind umgerechnet +- 60€ auch nicht gerade wenig und ich muss zugeben, mich hat es dann schon etwas genervt. Denke, das ist aber auch verständlich. Zu fangen gibt´s ja genug, wie der zweite Spot gezeigt hat. Die Guides und der Besitzer (Sebastien aus Frankreich) sind wirklich mega nett, hilfsbereit und machen echt alles für ihre Gäste. Wie gesagt, die letzte Stunde hatte ich 4 anstatt von 2 Ruten im Wasser ohne danach gefragt zu haben oder dafür zu bezahlen – Great! Ich hätte auch sogar mit dem anderen Dude ins Wasser steigen können und ein Foto mit seinem Fang machen… Das wollte ich dann aber auch nicht…

Im nächsten Teil der „Angeln in …“ Reihe werde ich meine Erfahrungen an Südostasiens Flüssen und Kanälen teilen.

Bis dahin alles Gute und tight lines

Dominik

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